ChatGPT Image 31. Aug. 2026, 09_34_00 (1)

Was für ein Schuljahr! Aus unserer ersten Projektschule sind inzwischen drei geworden. Rund 600 Kölner Grundschulkinder hatten im Schuljahr 2025/26 regelmäßig Yoga auf dem Stundenplan – an der Nikolaus-Groß-Schule, der Astrid-Lindgren-Schule und der Katholischen Grundschule Trierer Straße.
Für Lieblingsfach Matte war es ein Jahr des Wachstums, aber auch ein Jahr, in dem wir viel gelernt haben.

Zwei neue Schulen, 400 weitere Kinder

Nach unserem ersten Projektjahr an der Nikolaus-Groß-Schule starteten im Herbst 2025 zwei weitere Kölner Grundschulen mit Lieblingsfach Matte: die Astrid-Lindgren-Schule in Ehrenfeld und die KGS Trierer Straße im Pantaleonsviertel.
Damit kamen rund 400 weitere Kinder hinzu. Woche für Woche wurden Matten ausgerollt, Sonnengrüße geübt, Yogageschichten erlebt und Ruhe und Entspannung ausprobiert.

An der Nikolaus-Groß-Schule ging es ohne uns weiter

Während die beiden neuen Schulen in ihr erstes Projektjahr starteten, begann an der Nikolaus-Groß-Schule die vielleicht spannendste Phase: Die Lehrkräfte übernahmen den Yogaunterricht selbstständig. Unser Projektteam stand nur noch beratend zur Seite.
Genau das war von Anfang an unser Ziel. Yoga sollte nicht nur so lange stattfinden, wie externe Yogalehrer an die Schule kommen. Es sollte dauerhaft in der Schule bleiben.

Inzwischen steht fest: Auch nach dem Ende unserer Begleitung bleibt Yoga an der Nikolaus-Groß-Schule festes Unterrichtsfach für alle Klassen.
Und es ist längst nicht bei einer Yogastunde pro Woche geblieben. Die Lehrkräfte setzen Atemübungen im Unterricht ein, gestalten nach den Pausen Zeiten zum bewussten Ankommen und nutzen kleine Übungen auch vor Klassenarbeiten. Bei Schulfesten wurden Rückzugsräume eingerichtet, in denen Kinder eine Pause vom Trubel machen können.

Das zeigt uns: Yoga ist dort nicht nur ein Fach im Stundenplan geworden, sondern beginnt, in den gesamten Schulalltag hineinzuwirken.

Was wir in diesem Jahr gelernt haben

Mit drei Schulen wurde für uns noch deutlicher, dass jede Schule anders ist. Räume, Stundenpläne, personelle Möglichkeiten und die Bedürfnisse der Kinder und Lehrkräfte unterscheiden sich. Ein Konzept kann deshalb nicht einfach überall genauso umgesetzt werden. Denn Lieblingsfach Matte soll Schulen nicht noch eine weitere Aufgabe aufladen, sondern sie langfristig stärken.

Besonders beschäftigt hat uns in diesem Jahr auch die Frage, wie wir die Lehrkräfte noch besser auf ihrem Weg begleiten können. Sie sind der Schlüssel dazu, dass Yoga dauerhaft in einer Schule bleibt. Gleichzeitig erleben sie selbst einen sehr fordernden Arbeitsalltag.

Aus diesen Erfahrungen haben wir unser Konzept für das kommende Projektjahr weiterentwickelt. Dabei werden die Lehrkräfte noch stärker in den Mittelpunkt rücken. Wie genau das aussehen wird und an welchen Schulen Lieblingsfach Matte im Schuljahr 2026/27 weitergeht, erzählen wir bald in einem eigenen Beitrag.

Gemeinsam weitergehen

Wir blicken dankbar auf ein bewegtes Projektjahr zurück: auf viele neugierige Kinder, engagierte Lehrkräfte und Schulleitungen, unsere Yogalehrer und alle Menschen, die Lieblingsfach Matte begleiten und unterstützen.

Unser besonderer Dank gilt der Techniker Krankenkasse. Ohne ihre Förderung könnten wir das Projekt in dieser Form nicht umsetzen.

Wir freuen uns darüber, dass Lieblingsfach Matte wächst. Noch wichtiger ist uns aber, dass es nachhaltig wächst. Wir möchten genau hinschauen, aus unseren Erfahrungen lernen und das Projekt gemeinsam mit den Schulen weiterentwickeln.

Dass Yoga an unserer ersten Projektschule inzwischen eigenständig weitergeführt wird, ist dabei ein wunderbarer Meilenstein. Denn genau darum geht es: Yoga soll nicht nur zu Besuch in der Schule sein. Es soll bleiben.